Weißer und Gelber Tee

Was ist eigentlich weißer Tee?

Weißer Tee ist in China seit der Song Dynastie (von 960 bis 1279) bekannt. Häufig wird er zum grünen Tee gezählt. Allerdings unterscheidet er sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in der Art und Weise seiner Ernte und seiner Herstellung. So werden bei der Ernte nur die ungeöffneten silbrig-seidigen ("weißen") Knospen der Teepflanze gepflückt. Und das in mühsamer Handarbeit! Es sind ca. 30.000 Knospen notwendig, um später 1 kg weißen Tee zu bekommen. Im weiteren Verarbeitungsprozeß wird der weiße Tee auf großen Trockengestellen in der Luft getrocknet. Nach zwischenzeitlichem Erhitzen und einer weiteren Trockenphase in der Luft ist der Tee fertig. Dämpf- oder Röstprozesse, wie beim schwarzen Tee gibt es nicht. Diese besonders schonende Verarbeitung gibt weißem Tee seine feine, exklusive Note und seinen milden Geschmack. Da weißer Tee nicht bitter wird, können die Blätter in der Kanne verbleiben. Auch ein zweiter Aufguss ist möglich. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass das Wasser nach dem Aufkochen abkühlt und beim Aufgießen eine maximale Temperatur von 80 Grad Celsius aufweist.

Angebaut wurde weißer Tee ursprünglich nur in den Bergregionen der chinesischen Provinz "Fujian". Inzwischen wird weißer Tee aber auch in den meisten anderen Teeregionen wie z.B. Assam, Darjeeling, Ceylon und Kenia geerntet. Am bekanntesten ist der
Pai Mu Tan (weiße Pfingstrose), ein großblättriger sehr beliebter Tee.

Aber weißer Tee schmeckt nicht nur besonders gut, er tut auch Gutes für die Gesundheit. So sagt man weißem Tee nach, dass er auf Grund seines sehr hohen Gehaltes an den in den Polyphenolen enthaltenen Antioxidantien in der Lage ist, freie Radikale zu vernichten und so das Immunsystem zu stärken. Weißer Tee wirkt zudem anregend und fördert die Konzentration.

Und was ist gelber Tee?

Gelber Tee wird traditionell, vergleichbar mit den Oolongs, nur halb- oder teilweise fermentiert. Bei der Produktion muss der Teemeister mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen, um den Oxidationsprozess im richtigen Augenblick zu stoppen.
Aufgrund seiner belebenden Wirkung und vielen wohltuenden Eigenschaften blieb er lange Zeit ein Privileg buddhistischer Mönche.



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