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Tee ist mehr als ein Getränk...

.. und die Auswahl ist nahezu unerschöpflich. Um Ihnen bei diesem riesigen Angebot eine Orientierung zu geben, möchten wir Ihnen in dieser Übersicht die wichtigsten Abkürzungen, Anbaugebiete und Begrifflichkeiten kurz erläutern.

1
Oft enden die Bezeichnungen der Blattgrade mit der Zahl 1. Dies bedeutet, dass es sich hierbei um die höchste Qualitätsstufe innerhalb der entsprechenden Gruppe handelt.

 

Assam
Diese Region liegt in Nordindien und kennzeichnet das größte zusammenhängende Teeanbaugebiet der Welt. Assam Tees sind grundsätzlich würziger und malziger als z.B. die Darjeeling Tees. Die Tassenfarbe variiert von kupferrot bis dunkelbraun. Assam Tees bilden die Grundlage für die beliebten Ostfriesenmischungen und werden häufig mit Kandis und / oder Sahne gereicht.

 

Ayurvedischer Tee
Ayurveda ist eine ca. 3.500 Jahre alte Heilkunde Indiens. Ayurveda (
AYUR=Leben oder Zusammenhalt, VEDA=Wissen oder Wissenschaft) kann mit "Lebensweisheit" oder "Lebenswissenschaft" übersetzt werden. Grundgedanke dieser Heilkunst ist die Einheit von Körper, Geist, Seele und Umwelt. Krankheit kann erst entstehen erst, wenn diese Einheit gestört ist. Die Ayurvedische Lehre konzentriert sich also auf die für die menschliche Gesundheit notwendigen physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Aspekte. Diese unterschiedlichen Lebensenergien, die sogenannten Doshas sind
VATA (Wind, Luft, Pneuma),
PITTA (Feuer und Wasser, Chole) und
KAPHA (Erde und Wasser, Phlegma)
und werden von vielen ayurvedischen Tees unterstützt.

 

Ceylon
Auch wenn Ceylon schon seit 1972 den Namen Sri Lanka trägt, hat der Tee aus dieser Region seinen Namen behalten. Der Tee, der die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle dieses armen Landes bildet, wird hauptsächlich im zentralen Hochland angebaut. Geschmacklich sind die meisten Ceylontees frisch und herb und bilden oft die Grundlage für Teemischungen.

Chai
Chai ist das das Nationalgetränk der Inder. Dabei handelt es sich um eine süßliche Gewürztee-Mischung, dieauch bei uns immer mehr Liebhaber findet. Ursprünglich stammt diese Komposition aus der ayurvedischen Gesundheitslehre und wird wegen ihrer bekannten, positiv auf Körper und Geist wirkenden Eigenschaften getrunken. Wir empfehlen den Chai-Tee stets mit Milch zu genießen, da Milch der Tasse die Schärfe nimmt und so sich ein äußerst angenehmes Geschmacksbild ergibt.

 

China
Das Reich der Mitte ist der größte Teeproduzent der Welt. Mit knapp 1,1 Mio. Tonnen in 2007 produzierte China über 25% der weltweiten Teemenge. Hier gibt es auch die älteste Teetradition. Tee wurde in China schon vor über 5.000 Jahren kultiviert und gilt auch heute noch als ein gesundes und die Vitalität des Körpers steigerndes Getränk.

 

CTC
Crushing (Zermalmen), Tearing (Zerreißen), Curling (Rollen). Bei der sogenannten CTC-Produktion handelt es sich um einen verkürzten Produktionsprozess für schwarze Tees. Dabei werden die Blätter durch eine CTC-Maschine in einem einzigen Arbeitsschritt zermalmt, zerrissen und auch gerollt. Der Zellsaft tritt so stärker aus. In dem sich anschließenden Fermentationsprozeß kommt es so zu einer stärkeren Verfärbung der Teeblätter und damit auch des späteren Aufgusses.

 

Darjeeling
Die Region Darjeeling liegt im Nordosten Indiens. Hier wächst der Tee an den südlichen Hängen bis  des Himalaya-Gebirges. Die etwa 100 verschiedenen Teegärten liegen auf einer Höhe von ca. 800 bis 2.000 Meter über dem Meeresspiegel. In der Regel gilt: Je höher die Lage, desto besser die Qualität.

 

Dust
Teestaub, der ausschließlich für einfache Teebeutel verwendet wird.

Earl Grey
Der wohl bekannteste aromatisierte Schwarztee ist der "Earl Grey", benannt nach dem britischen Premierminister Edward Grey, Earl of Falladon (1764-1845). Ihm wird das Öl der Bergamottefrucht zugesetzt.

Fannings
Ausschließlich für Tee-Aufgussbeutel verwendete, kleine maximal 1mm große Teepartikel, die aus guten Gradierungen im Rahmen des Produktionsprozesses abgesiebt werden. Meist sind diese Partikel sehr koffeinhaltig, besonders ergiebig, geschmacklich jedoch minderwertig.

Fermentation
Die Fermentation bezeichnet den Prozess des Aufschließens und Oxidierens der Teeblätter durch Erwärmung.

First Flush
First Flush kennzeichnet die Tees der ersten Pflückperiode. Meist haben die in diesem Zeitraum gepflückten Teesorten ein eher zartes, feines und frisches Aroma. Diese Periode dauert etwa 4 bis 6 Wochen.

FOP
Flowery Orange Pekoe. Eine einfache Gradierung für Qualitäts-Tees, mit zarten, jungen und feinen, sich im Aufblühen begriffenen Blattanteilen. Einige kleine Zweige dürfen enthalten sein. Dabei steht das F für die zarten Blattknospen. So zeichnet die FOP-Qualität einen mit sehr viel Sorgfalt gepflückten Tee aus.

Formosa
Die heute unter dem Namen Taiwan bekannte Insel produziert seit über 140Jahren  grünen und schwarzen Tee. In den ca. 100 in der Regel sehr kleinen Teebetrieben werden ausgezeichnete Oolongs (halbfermentierte Tees) mit dem besonderen leichten und mild-aromatischen Geschmack angebaut.

 

Früchtetee
Früchtetee gibt es eigentlich gar nicht. Früchtetee ist nämlich ein teeähnliches Produkt, da er nicht aus der Teepflanze hergestellt wird. Früchte, Blätter, Blüten bilden die Basis für unzählige Mischungen, die insbesondere Kindern schmeckt. Und das von A bis Z! So enthalten viele Früchtemischungen Apfel, Ananas, Aprikose, Banane, Cranberry, Erdbeere, Granatapfel, Heidelbeere, Himbeere, Ingwer, Kokos, Holunderbeere, Kirsche, Mango, Melone, Orange, Papaya, Pfirsich, Physalis, Rhabarber, Sanddorn, Vanille oder Zitrone.


FTG
Finest Tippy Golden. Dies bedeutet, dass der Tee sehr viele feine und helle Spitzen (Tips) enthält. Diese enthalten weniger Zellsaft und verfärben sich bei dem Prozess der Fermentierung daher nicht so dunkel. Kommt die Bezeichnung FOP noch hinzu, so bekommen Sie mit diesem FTGFOP1-Tee einen mit höchster Sorgfalt hergestellten Spitzentee, der sich durch sehr feine und gleichmäßige Blätter sowie viele Blattspitzen auszeichnet.

 

FTGFOP1
Finest Tippy Golden Flowery Orange Pekoe1. Ein mit höchster Sorgfalt hergestellter Spitzentee, der sich durch sehr feine und gleichmäßige Blätter sowie viele Blattspitzen auszeichnet. Diese Klassifizierung wird hauptsächlich für Darjeeling- und Assam-Tees verwendet.

 

GFOP
Golden Flowery Orange Pekoe. Hierbei handelt es sich um Blatt-Tees höchster Qualität mit goldenen Blattspitzen (Tips). Daher spricht man auch von Tippy-Tees. Dieser Tee ist feiner als der FOP.

 

Grüner Tee

Grüner Tee stammt wie schwarzer Tee von dem Strauch der Camellia sinensis. Allerdings werden die Teeblätter nicht (in Japan) oder nur sehr kurz (in China) anfermentiert. Nachdem die frisch gepflückten Blätter gewelkt sind, verhindert ein kurzes Erhitzen, Rösten oder Dämpfen die Fermentation der Blätter. So bleiben die im frischen Blatt enthaltenen Wirkstoffe, wie z.B. das Vitamin C, Spurenelemente wie Fluor und Mangan, Alkaloide wie Theophyllin  und auch die grüne Farbe fast vollständig erhalten. Dies macht insbesondere den japanischen grünen Tee zu einem aus gesundheitlicher Sicht äußerst wertvollen Getränk. Als positive, gesundheitsfördernde Effekte sind zu erwähnen: die Stimulierung des Immunsystems, die Karies-Prophylaxe, die Stärkung der Knochen und die Linderung von Glieder- und Gelenkschmerzen. Sogar die Mutation von Krebszellen soll durch das Katechin gehemmt werden.
Mehr zur Wirkungsweise von grünem Tee finden Sie z.B. hier.
Der Tee sollte mit 60-70Grad heißem Wasser aufgegossen werden und maximal 2 bis 3 Minuten ziehen. Auch ein zweiter Aufguss ist bei grünem Tee möglich. Die bekanntesten  Grünteesorten sind:
Bancha, Gunpowder, Chun Mee, Sencha und Lung Ching.

 

Honeybush
So wie der Rooibos stammt auch Honeybush (Honeybusch) aus Südafrika. Der auch Bergtee oder Kaptee genannte Honeybush enthält einen natürlichen Honiggeschmack, sehr wenig Gebstoffe, kaum Teein und ist somit auch ein ideales Getränk für Kinder oder für den späten Genuss am Abend.

 

Japan
Buddhistische Mönche brachten im 8. Jahrhundert Tee von China nach Japan. Die Mönche tranken grünen Tee vor Ihrer Meditation. Diese Zeremonie entwickelte sich als Teeismus, (oder Tee-Weg) zu einem Weg der Erkenntnis, mit dem Ziel, das harmonische Verhältnis vom Menschen zur Natur herzustellen. Seitdem hat sich Tee in Japan zum Nationalgetränk entwickelt. Dabei trinken die Japaner so viel Tee, dass sie ihn sogar importieren müssen.

 

Kenia und Tansania
Seit erst etwa 100 Jahren wird in Afrika Tee-Anbau betrieben. Heute werden ca. 15% der Welt-Produktion erreicht. In Afrika werden aber fast ausschließlich einfache bis mittlere CTC-Tees, insbesondere für den englischen Massenmarkt produziert. Allerdings gibt es auch einige Hochlandtees aus Kenia, die eine hervorragende Qualität haben.

 

KGFOP1
Eine echte Seltenheit stellt die Bezeichnung KGFOP oder KGFOP1 dar. Entstanden ist diese Bezeichnung, als erstmals Darjeeling-Tees „grün“ aufbereitet wurden, also nicht fermentiert. Um diesen Tee sofort von den traditionellen Sorten unterscheiden zu können, entschied man sich, ein K vor die eigentliche Blattgradierung zu setzen. Nun steht das K aber nicht für grün! Hier gibt es keine eindeutige Erklärung. Entweder es handelte sich einfach nur um den Anfangsbuchstaben der Tochter des Plantagenbetreibers oder es wurde von dem englischen Wort „clone“ = „abartig“ und seiner indischen Slang-Variante „klooning“ abgeleitet. Abartig könnte der Plantagenbetreiber diesen Tee empfunden haben, weil es grünen Darjeeling damals noch nicht gab. Heute ist aber auch die Bezeichnung „Darjeeling FTGFOP green“ durchaus gängig.

Lapacho
Lapacho wird aus der äußeren roten Rinde des Lapacho-Baumes (Tecoma Lapacho) gewonnen. Dieser auch als „Baum des Lebens“ bezeichnete Baum wächst in mittleren Höhen der Anden. Lapacho enthält sehr viel Gerbsäure und ein vanilleartiges Aroma. Die im enthaltenen Stoffe Lapachon und Lapachol besitzen eine für das Immunsystem stimulierende Wirkung.

 

Matcha
Matcha ist ein grüner pulverisierter Tee aus Japan. Der unfermentierte Tee wird zu Pulver gemahlen und mit einem Bambus-Besen in der Matcha-Schale schaumig geschlagen.
Matcha Tee enthält sehr viel Vitamin A und D sowie Karotin. Die dunkelgrüne Tassenfarbe und der herbe Geschmack machen ihn unverwechselbar. Im Rahmen einer japanischen Teezeremonie ist der stark anregende Matcha unverzichtbar.

 

Mate-Tee
Das sogenannte „grüne Gold der Indios“ wird in Südamerika aus den getrockneten Blättern des Matestrauchs gewonnen. Die Ziehzeit dieses Kräutertees beträgt 5 bis 10 Minuten und obwohl die Teeblätter nur wenig Teein enthalten, ist die Wirkung wie bei grünem oder schwarzem Tee zunächst anregend, später beruhigend. Gleichzeitig wird der leicht rauchig und herbe Geschmack immer stärker.

 

Oolong
Die Bezeichnung Oolong stammt aus dem chinesischen und bedeutet „Schwarzer Drache“ oder „Schwarze Schlange“. Sowohl in der Herstellung, im Geschmack und auch in ihrem Koffeingehalt liegen diese Tees zwischen dem grünen und dem schwarzen Tee. Die halbfermentierten (auch anfermentierten) Tees sind daran zu erkennen, dass die Blattränder dunkler sind als die Mitte des Blattes. Geschmacklich erinnern Oolongs, mit ihrer eigenen zart-blumigen Süße an den leckeren Duft reifer Pfirsiche.

 

OP
Orange Pekoe. Dies sind die Haupt-Blattgrade der schwarzen Ceylon- und Java-Tee-Produktionen. Hierbei handelt es sich um ganze Blätter mittlerer Größe. Dabei hat „Orange“ nichts mit der Geschmacksrichtung zu tun, sondern leitet sich von dem niederländischen „oranje“ ab und hat somit die Bedeutung „königlich. Pekoe (chinesisch auch Pak-ho), bezeichnet den feinen Flaumüberzug auf der Unterseite der jungen Frühlingsknospe des Teestrauchs.

 

Rooibos
Der Name Rooibos (auch Rooibusch oder Rotbusch) stammt aus dem Afrikaans und steht für „roter Busch“. Rooibos ist kein Tee, sondern eine teeähnliche Pflanze. Aus den Blättern dieser ca. 1,50m hohen Hülsenfruchtart wird in der Zeit von Januar bis März ein teeinfreier Kräutertee gewonnen, der sich durch eine leicht, aromatischer Tasse und eine feine Süße auszeichnet. Rooibos ist in Südafrika ein echtes Volksgetränk, das gerne auch kalt und mit unterschiedlichsten Aromen gemischt getrunken wird. Rooibos enthält neben Spurenelementen wie Kalzium, und Fluor auch Mineralien wie Eisen, Kupfer und Kalium sowie zahlreiche Proteine. Seine krampflösenden Wirkstoffe werden bei Kopfschmerz, Schlafstörungen, leichten Depressionen und zu hohem Blutdruck empfohlen. Rooibos ist kalorienfrei und eignet sich somit auch während einer Diät.

 

Schwarzer Tee
Schwarzer Tee durchläuft während der Produktion die Verarbeitungsschritte Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sieben bzw. Sortieren.
Bei dem ca.8-12 Stunden andauernden Welkprozess wird dem noch grünen Tee ca. 30% seiner Feuchtigkeit entzogen. Beim Rollen werden anschließend die Zellwände des Teeblattes aufgebrochen. Dabei tritt Zellsaft aus. Dieser oxidiert in der Luft. Bei diesem mehrfach durchgeführten Vorgang entstehen immer feinere Blattgrade. Wird der Rollprozess nur kurz durchgeführt, so werden die Teeblätter weniger stark aufgerissen und beschädigt. Nun wird der noch dunkelgrüne Tee auf großen Tischen etwa 10cm hoch ausgebreitet. So setzt sich der Prozess der Oxidation weiter fort. Luftbefeuchter sorgen für die Unterstützung des Fermentationsprozesses. Jetzt wird der Tee braun und erhält seine typische Geschmacksnote. Das ca. 20 Minuten andauernde Trocknen beendet die Fermentation. Anschließend wird der Tee gesiebt und nach unterschiedlichen Blattgraden sortiert.

 

Second Flush
Die Second Flush-Pflückungen sind kräftig und vollaromatisch im Geschmack. Sie werden im Mai und Juni geerntet.

Teein
Teein ist sowohl in Grüntee wie auch in Schwarztee enthalten. Dieser anregend wirkende Bestandteil des Tees ähnelt in Zusammensetzung und Wirkung dem Koffein. Die Unterschiede bestehen darin, dass der Körper Teein langsamer abbaut als Koffein, die Wirkung von. Koffein aber schneller einsetzt.

Tippy
Tippy bezeichnet die hellen Blattspitzen der jungen, zarten Blätter. “Tippy” ist aber kein besonderes Qualitätsmerkmal!

TGFOP
TGFOP bzw. TGFOP1 ist die Abkürzung für Tippy Golden Flowery Orange Pekoe. Diese Tees besitzten eine gute bis mittlere Qualität und haben einen besonders hohen Anteil an feinen Spitzen.